Das CMYK-Farbmodell:
ist ein "generatives Farbmodell", d. h. es beschreibt die technischen Mischverhältnisse seiner vier Grundfarben unabhängig davon, welche Grundfarben (Farbvalenzen) letztlich verwendet werden. Um möglichst gute und einheitliche Druckergebnisse zu erzeugen, gibt es aber verschiedene Normen. Mögliche Werte liegen von 0 % bis 100 % für jede der vier einzelnen Farben. Dabei steht 0 % für unbedruckt und 100 % für eine Volltonfläche.
Man verwendet für das CMYK-Farbmodell vier spezielle Farbtöne, die Prozesscyan, Prozessmagenta, Prozessgelb (bzw. Eurogelb) und Prozessschwarz genannt werden.
Die zusätzliche Druckfarbe Schwarz (Key) – für die das CMYK-Farbmodell entworfen wurde – ist nötig, weil der Zusammendruck der drei Bunttöne (als Grundfarben des CMY-Farbraumes für das subtraktive Farbmodell, das das Verhalten von Licht beschreibt) zwar theoretisch, aber nicht praktisch ein ausreichendes Schwarz ergibt.
Das Pantone Farbmodell:
Pantone Matching System (PMS) ist der Name eines Farbsystems, das hauptsächlich in der Grafik- und Druckindustrie eingesetzt wird.
Es enthält Sonderfarben, die nicht im herkömmlichen Vierfarbdruck erreicht werden können, und ordnet diesen Farben eindeutige Nummern-Bezeichnungen zu. Wie bei jedem Farbsystem kann man anhand der Nummerierung die Farben weltweit kommunizieren, ohne auf die individuelle Farbwahrnehmung angewiesen zu sein.
RGB steht für Rot, Gelb und Blau. Mit diesen drei Grundfarben werden alle menschlich wahrnehmbaren Farben definiert. Mit einem eindeutigen Wert kann man damit im Farbsystem RGB eine bestimmte Farbe exakt benennen und kennzeichnen (Farbprofile).
Das RGB Farbmodell: Nur für Monitore und den Thermo-Re-Transferdruck)
RGB - die Hintergründe
Das RGB-Farbenmodell basiert auf technischen Zwängen, nach denen die meisten Geräte die angezeigten Farben aus nur drei Vorgängen erzeugen. Dies diente als Voraussetzung, Rahmen (Arbeitsraum) bei der Entwicklung des RGB-Farbensystems.
RGB - die Funktionsweise
Beispielsweise Monitore verwenden den RGB-Farbraum, um alle angezeigten Farben aus diesen drei Grundfarben zusammenzusetzen. Je nach System besteht jeder Bildpunkt aus einer RGB-Farbe. Fehlende Farbnuancen entstehen durch den Gesamteindruck im menschlichen Auge bei genügend Entfernung zum Bildschirm. Denn dieser nutzt dazu die Nachbarbildpunkte (Interpolation), um den gewünschten Gesamteindruck entstehen zu lassen.
Hinweis: zu den Bezeichnungen 4/0, 4/1 oder 4/4-fbg.
Die 4 steht für 4-farbigen Euroscalen-Druck, die heute gängige Norm im Vierfarbdruck wird als Euroscala bezeichnet. Im regulären Druckprozess werden alle darzustellenden Farben nur durch das Übereinanderdrucken der vier Grundtöne - cyan, magenta, gelb und schwarz - dargestellt. Diese Druckoption ist normiert und wird Euroscala oder auch Skalen- oder Prozessfarben genannt. Alle nicht in diesem Farbprozess benötigten Farben sind Sonderfarben und werden extra gedruckt, entweder als HKS- oder Pantone-Töne.
Die 1 steht für einfarbig schwarzen Druck auf weiß.
Das heisst, 4/1-farbig bedeutet dass die Aussen-, bzw. Umschlagaussenseiten 4-farbig bedruckt werden, die Rück bzw. Innenseiten einfarbig schwarz. 4/4 steht somit für 4-farbigen Druck aussen und innen, 4/0 für 4-farbigen Druck aussen die Innen-, oder Rückseite bleibt unbedruckt.
Hinweise zu den Druckverfahren.
Alle Standarddrucksachen werden auf Vier- bzw. Sechsfarben Offsetdruck-Maschinen im Bogenoffset-Verfahren in Sammelformen gedruckt. Eine Farb-Optimierung der Einzelkomponenten ist daher nur sehr begrenzt möglich. Geringe Farbabweichungen von der Prüfunterlage (ausschließlich Chromalin) befinden sich somit im Toleranzbereich. Generell ist eine Farbverbindlichkeit zwischen Kartonagen, Booklets, Inlays, Label etc. sehr schwer zu realisieren, da die Produkte teils aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Die so gefertigten Drucksachen gelten als Massendrucksachen und unterliegen anderen Qualitätsmaßstäben als Einzeldrucksachen. Andrucke z. B. Laser- oder Tinten-Ausdrucke etc. können nicht zur Qualitätssicherung herangezogen werden.
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